Stadtgalerie von Bozen

Unter den ausgestellten Materialien befinden sich eine Holzstatute und ein Altarflügel, beide von Michael Pacher aus den Jahren 1470 bis 1480, eine karolingische Chorschranke aus der Kirche St. Benedikt in Mals (9. Jhdt.), ein Selbstporträt von Antonio Longo (1770), ein Porträt von Sophie de Witt von Giovan Battista Lampi (1791) und das Porträt welches Pietro Annigoni dem Freund Nicolò Rasmo im Jahr 1932 geschenkt hatte.

Die Stadtgalerie wird vom Amt für Museen und kunsthistorische Kulturgüter geführt.

Soldaten Reisende Touristen - Südtirol in Bewegung 1850 - 1950

Vom 27. Oktober bis 30. Dezember 2018

Eröffnung: 27. Oktober um 11.00 Uhr

Geführte Besichtigung mit Arch. Carlo Azzolini: Mittwoch 18.00 Uhr

Nichts bringt uns die Vergangenheit eher ins Bewusstsein als die Architektur mit ihrer Beständigkeit, die sich der Vergänglichkeit widersetzt.

Wenn die Architektur widersprüchliche Symbole neu dekliniert, wie Palimpseste, also Pergamente, die wieder und wieder überschrieben werden, so offenbart sie uns, wie wir Menschen unsere festgefahrenen Gewohnheiten doch laufend verändern. Sicher ist: Architektur kann uns die Geschichte erzählen.

Die Geschichte, die wir euch erzählen, spielt zwischen der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Hundert Jahre, geprägt von Ein- und Auswanderung, Deportationen und zwei Weltkriegen, deren Verwüstungen alles übertrafen, was man bis dahin kannte.

Neue Bauten tauchten plötzlich auf: Festungen, Bahnhöfe, Hotels, Schulen, Theater, Villen, soziale Wohnbauten...

Ganz Tirol verwandelt sich in eine große Festung, innovative Transportmittel durchqueren die Täler, Reisende kommen von weither, um nun dort zu verweilen, wo bisher niemand zu leben wagte: völlig neue Ereignisse also, oft gewalttätig und konfliktreich, für die es keine einheitliche Erinnerungskultur gibt.