EURAC

Die Europäische Akademie Bozen (EURAC) ist Südtirols innovatives Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung. 1992 als privatrechtlich gegründeter Verein gegründet, gliedert sich die EURAC in neun fachspezifische Institute. Diese forschen und lehren vornehmlich in folgenden Themenbereichen: Angewandte Sprachwissenschaft, Minderheiten und Autonomien, Nachhaltige Entwicklung, Management und Unternehmenskultur sowie Lebenswissenschaften.
Den unterschiedlichen Forschungssäulen liegt ein gemeinsamer Nenner zu Grunde: flexible und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Forschern und Forscherinnen verschiedenster Herkunft, sei es wissenschaftlicher als auch geographischer.
Sprachwissenschaftler und Informatiker etwa erarbeiten digitale Hilfsmittel für den lebenslangen Spracherwerb, Rechts- und EU-Experten konzentrieren sich unter anderem auf den Minderheitenschutz in der erweiterten Union, Ökologen und Ökonomen entwickeln Zukunftsszenarien für die Entwicklung des alpinen Raums.
Mit dem 2004 gegründeten Weiterbildungszentrum EURAC education stellt die EURAC ihr Know-how einem breiten Publikum zur Verfügung. EURAC education bietet Kompaktkurse, Seminare und Masterstudiengänge für Fach- und Führungskräfte an
| Datum | Veranstaltung |
| 23. - 24. - 25. Mai | Die Landesbeobachtungsstelle zur Einwanderung lädt ein zur 1. Messe der Südtiroler Ausländervereinigungen Die Messe der Ausländervereinigungen bietet die Gelegenheit, die Tätigkeit der Vereine vorzustellen und ihre Rolle sowohl als Ressource für die Integration der ausländischen MitbürgerInnen als auch für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch und Zusammenhalt zu unterstreichen. Die Messe wird mit der Vorstellung der von der Landesbeobachtungsstelle zur Einwanderung durchgeführten Studie über die Ausländervereinigungen in Südtirol eröffnet. Im Laufe der 3 Tage werden sich die Vereinigungen vorstellen und zahlreiche Workshops, Filme und Dokumentare anbieten. |
| 31. Mai | Nobelpreisträgerin Rita Levi Montalcini in Bozen. Sie hat beinahe ein Jahrhundert auf ihren zarten Schultern, ist in Rom Senatorin auf Lebenszeit und noch immer in Hilfsprojekten in Afrika aktiv. Das Älterwerden macht Rita Levi Montalcini die geringste Sorge: "Ich liebe das hohe Alter, da spürt man keinen Zorn mehr", hat sie am 22. April während der Interviews zu ihrem 99. Geburtstag gesagt. Am Samstag, den 31. Mai kommt die Grand Dame der italienischen Forschung auf Einladung der EURAC und der Stiftung Südtiroler Sparkasse nach Bozen und berichtet ab 10.30 Uhr in der EURAC über ihr Leben für Wissenschaft und Menschheit. Rita Levi Montalcini ist die älteste lebende Nobelpreisträgerin. 1986 - mit 78 Jahren - hat die Neurobiologin gemeinsam mit ihrem amerikanischen Kollegin Stanley Cohen die renommierte Auszeichnung für ihre Forschung am Nervenwachstumsfaktor erhalten, den sie selbst in den 50er Jahren entdeckt hatte. Es handelt sich dabei um einen Eiweißstoff, der für das Wachsen der Nervenfasern und das Überleben der Nervenzellen unabdingbar ist. Forscher gehen davon aus, dass das Protein in der Therapie von Patienten mit Alzheimer und Multiple Sklerose eingesetzt werden kann. Bewegender als der Nobelpreis für Medizin, so berichtet die Wissenschaftlerin, seien für sie jedoch andere - privatere - Momente in ihrem Leben gewesen: die Auseinandersetzungen um ihre Studienerlaubnis mit dem Vater, der zunächst der Ansicht war, Frauen gehörten allein ihrer Familie; ihr geheimes Labor im Turiner Schlafzimmer, wo die gebürtige Jüdin während des Faschismus Versuche an Hühnerembryonen durchführte; ihre Arbeit im Untergrund von Florenz und ihr anschließender Kampf gegen Seuchen und Epidemien in Flüchtlingslagern, wo sie als Krankenschwester arbeitete. Heute mit 99 ist Rita Levi Montalcini noch immer in Sachen humanitäre Hilfe unterwegs. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Paola hat sie in Andenken an den Vater, der sie nach anfänglicher Skepsis in ihrer Forscherlaufbahn maßgeblich unterstützt hatte, die Stiftung Levi-Montalcini gegründet, mit der sie sich für mehr Bildung der Frauen in Afrika einsetzt und ihnen so die Tür zur Emanzipation öffnet. Der Eintritt zur Veranstaltung am 31. Mai mit Rita Levi Montalcini ist frei. Um Anmeldung unter 0471 055454 (EURAC) oder unter 0471 325886 (Stiftung Sparkasse) wird gebeten. |
Besonderes Augenmerk legt die Forschungsstätte auf eine moderne, leistungsorientierte Organisationsstruktur und Unternehmenskultur, welche die wissenschaftlichen Prozesse unterstützen und nachvollziehbar machen. Die EURAC sieht sich den Prinzipien der Vielfalt, des Wettbewerbs und der Transparenz verpflichtet: ihre Arbeiten und Ergebnisse sind jederzeit öffentlich zugänglich und werden über unterschiedliche Medien kommuniziert.
Die Internet Rubrik News berichtet täglich über laufende Kongresse, aktuelle Forschungsergebnisse und Neuerscheinungen, das populärwissenschaftliche Forschungsmagazin ACADEMIA wird vierteljährlich frei Haus an rund 6.500 Abonnenten verschickt, die Schriftenreihe der EURAC Arbeitshefte/Quaderni richtet sich in erster Linie an ein Expertenpublikum. Außerdem kommunizieren die Forschungsbereiche ihre Arbeitsergebnisse in Pressekonferenzen, Presseaussendungen und öffentlichen Veranstaltungen. Die EURAC library sowie das EURAC Café ist Treffpunkt nicht nur für EURAC-Mitarbeiter.
In regelmäßigen Abständen organisiert das Forschungsinstitut öffentliche Ausstellungen, Konzerte, Kino- und Theaterveranstaltungen, Lesungen und Wissenschaftsfestivals (explOra!).
Das Institut ist auch Sitz des EURAC convention center. In diesem einzigartigen Kongresszentrum können Veranstaltungen für bis zu 320 Teilnehmer untergebracht werden.