Logo  
 




Schloss Runkelstein, die Bilderburg

Schloss Runkelstein

Unter den Bozner Schlössern ist Schloss Runkelstein, die Bilderburg, wohl ein ganz besonderes Juwel. Sie thront auf einem Porphyrfelsen am Eingang zum Sarntal und beherbergt den umfangreichsten profanen Freskenzyklus aus dem Mittelalter, welcher von authentischen Rittersagen, vom Leben am Hof und bei der Jagd, von den Leidenschaften zwischen Rittern und Hofdamen, und von Szenen aus der Literatur erzählt.

Schloss Runkelstein - Die Bilderburg bleibt im Jahre 2007 ganzjährig von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Eintritt um 17.30 Uhr.
Kostenloser Bus (8 Sitzplätze) von 10 bis 17 Uhr ab Waltherplatz in Bozen.
Info und Vormerkungen unter der Grünen Nummer 800 210 003 oder 0471-329808.

Ritter im Bild

7. Juni - 30. Oktober 2008

Von der mittelalterlichen Welt der Ritter hat sich vieles bis heute erhalten: Die Vorstellung von ritterlichem Handeln, Redewendungen in unserem täglichen Sprachgebrauch, Ruinen von Ritterburgen in unserer Landschaft, Familienwappen und Rüstungen und Waffen in vielen Museen. Aber wie lebten die Ritter des Mittelalters wirklich? Und wie sahen sie sich selbst?

Auf diese Fragen versucht die Ausstellung auf Schloss Runkelstein Antworten zu geben.

In der Ausstellung kann der Besucher die Reste der Lichtenberger Bilderwelt (Obervinschgau) mit den Originalen von Runkelstein vergleichen. Zahlreiche weitere Objekte wie Rüstungsteile, Waffen, Urkunden, Siegel und Münzen bieten einen Einblick in die mittelalterliche Welt der Ritter.

Bozner Ritterspiele

Foto

Die Bozner Ritterspiele auf Schloss Runkelstein:
"Giselberts Abenteuer in der Fremde".

Nun ist es wieder soweit, dass sich die Tore von Schloss Runkelstein für Giselbert zum Drittenmal eröffnen. Ja, es gibt ihn nach wie vor immer noch, den ungestüm - unverwüstlich - mutigen Ritter, der stets für neue Überraschungen sorgt.

Doch aufgepasst, für diesen Sommer hat Ritter Giselbert sich für seine Abenteuer ganz andere Gefährten ausgesucht, denn wenn einer eine Reise tut, dann muss er... mehr wird nicht verraten!

Aufführungen:
Premiere, Donnerstag 12. Juni 2008
14. - 15. - 20. - 21. - 22. Juni 2008
01. - 02. - 04. - 05. - 27. - Juli 2008
20. - 21 .- 22 .- 23. - 28. - 29. - 30. - 31. August 2008
02. - 03. - 04. - 05. - 06. September 2008

Reservierung erforderlich unter Tel.335/5378221. Die Aufführungen finden bei jeder Witterung statt.

19 Uhr Schlossbesichtigung mit Führung erst ab 10 Personen nach Vereinbarung 3,00 Euro
20 Uhr Ritterliches Essen im Innenhof
21 Uhr Aufführung "Giselberts Abenteuer in der Fremde"

Essen + Aufführung: 30,00 Euro
Nur Aufführung: 15,00 Euro
Kinder bis zu 12 Jahren bezahlen 5,00 Euro Eintritt für die Aufführung
Organisierte Reisegruppen erhalten einen Sonderpreis


Schloss Runkelstein ist über die Talferpromenade zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar, vom Waltherplatz ausgehend, entlang der Talferpromenade. Wer es bequemer mag, kann von der Altstadt aus mit der öffentlichen Buslinie 12 fahren. Parkmöglichkeiten sind auch vorhanden.

Runkelstein ist die Burg der Bozner, welche am Eingang des Sarntales malerisch auf einem steil aufragenden Porphyrfelsen liegt. Die ursprüngliche Wehranlage wurde 1237 von der Adelsfamilie der Herren von Wangen errichtet.

Im 14. Jahrhundert erwarben die Bozner Bürger Niklaus und Franz Vintler die Ruine und bauten sie zu ihrem Repräsentationsobjekt aus. Bis zum Tode von Niklaus Vintler wurden die Räume mit Fresken ausgemalt, zum Großteil nach literarischen Vorlagen, deren bekannteste noch heute die tragische Liebesgeschichte von "Tristan und Isolde" ist.

Kaiser Maximilian I. veranlasste zu Anfang des 16. Jahrhunderts die Renovierung der Fresken im Sommerhaus. 1893 schenkte Kaiser Franz Joseph das neu gestaltete Schloss der Stadt Bozen. Runkelstein soll für das neue Jahrtausend wieder in das Bewusstsein der Bozner, Südtiroler und den Besucher/Innen aus Europa, wie auch der ganzen Welt, gerückt werden. Neben der abenteuerlichen Baugeschichte des Schlosses und dem heutigen, romantischen Zustand, der zum Verweilen einlädt, ist das Einmalige im Inneren von Runkelstein zu finden, und zwar im Westpalast und im Sommerhaus. Dort befindet sich an den Innenwänden der Räume der größte erhaltene profane Freskenzyklus des Mittelalters.

Damit ist Runkelstein bereits eine Burg der Bilder, darüber hinaus ist das Schloss jedoch eine Bilderburg, die einem Märchen zu entspringen scheint. Dies bewegt nicht nur die gegenwärtigen Betrachterinnen, sondern entzückte vor allem die Romantiker, darunter auch König Ludwig I. von Bayern, die Runkelstein als "schöne Ruine" bezeichneten und zu einer der beliebtesten und am meisten gezeichneten, gemalten, photographierten Burgen des 19. Jahrhunderts machten. Runkelstein ist auch daher "die" Bilderburg schlechthin. Das Mittelalter verbindet sich auf diesem Schloss mit der Wiederbelebung der Romantik und der Gegenwart mit allen Licht- und Schattenseiten.

Aus dem Bewusstsein für diese Vergangenheit kann diese Bilderburg als ein unverwechselbares Symbol auch für die Geschichte des ausgehenden Millenniums stehen. Mit der Wiedererweckung aus seinem vorerst letzten "Dornröschen-Schlaf" begegnet Schloss Runkelstein der Zukunft und fordert diese kulturell und touristisch mit einem sanften Erschließungskonzept heraus.

Runkelstein ist keine Burg für den schnellen Besuch, sondern eine Reise in die Vergangenheit. Auf Runkelstein ankommen, heißt auch, dort "ausruhen können". Diese sanfte Annäherung auf neuen Wander- und Fahrradwegen ermöglicht eine zukunftsweisende Form des entspannenden Tourismus, durch den ein intensives Erlebnis ermöglicht wird, das schließlich als positive Erinnerung lebendig bleibt.

Mittelalterliche Woche auf Schloss Runkelstein

Das Mittelalterzentrum in Nykobing/Falster in Dänemark plant seit längerer Zeit eine Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Stiftung Bozner Schlösser.

Insbesondere Schloss Runkelstein ist durch seine um 1400 entstandenen Fresken ein Studienobjekt von internationaler Bedeutung und von besonderem wissenschaftlichen Interesse für die spätmittelalterliche Bekleidungs- und Kulturgeschichte.

Charles Jones, ein gebürtiger Bozner der heute in Dänemark lebt, hat die dem Mittelalterzentrum in Nykobing angegliederte Gruppe "Miles Rafenstein et Servitus" gegründet. Dieser Verein orientiert sich als historische Vorlage an der in Bozen gelegen Burgruine Rafenstein und an einem ihrer bedeutendsten Bewohner, dem Bozner Ritter Franzisk von Rafenstain, der von ca. 1330 bis 1389 gelebt hat.

Ziel dieser Gruppe ist es, das Leben im Spätmittelalter auf einer Burg wie Rafenstein anschaulich darzustellen und dabei auf die Mittel der experimentellen Archäologie zurückzugreifen. Selbst hergestellte Alltagsgegenstände nach originalen Vorlagen, Abbildungen auf Fresken und schriftlichen Quellen liefern ein anschauliches Bild vom Mittelalter in Bozen.

Der Besuch der Gruppe in Bozen ist zudem ein wertvoller kultureller Austausch zwischen Dänemark und Südtirol. Das heurige 770jährige Jubiläum der Bauerlaubnis von Schloss Runkelstein bildet den Rahmen für eine mittelalterliche Woche vom 13. bis zum 19. Oktober 2007 auf Schloss Runkelstein bei dem sich die Besucher von Rittern, Burgfräulein, Mägden und Handwerkern in eine längst vergangene Zeit zurückversetzen lassen können und Einblicke in das Leben auf einer mittelalterlichen Burg gewinnen können.