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Transalpine Run


GORE-TEX® Transalpine-Run - Alpentraverse zu Fuß

Vom 4. bis 11. September 2010

"Auf und davon über alle Berge, und zwar so schnell wie möglich", heißt es wieder ab dem 4. September 2010 für passionierte Berglauf-Freunde aus aller Welt. Eine ebenso sportliche Herausforderung wie eindrückliche Erfahrung, die ihresgleichen sucht und entsprechend mittlerweile Kultstatus erlangt hat. Die Alpenüberquerung gilt als eines der anspruchsvollsten Etappenrennen für Trailläufer weltweit.

Über Stock und Stein gilt es wieder einmal in nur acht Tagen zu bewältigen und zwar als eingespieltes Zweierteam im Dauerlauf. Während die gnadenlosen Eckdaten eines Ultra-Berglaufes den sportlichen Anspruch nicht gerade beschönigen können - tut dies wenigstens die ausgesucht elegante Strecke über acht der lieblichsten Bergketten der Alpen.

Der GORE-TEX® Transalpine-Run bietet Vollblut-Läufern, die ihre sportliche Passion mit einem tollen Urlaubserlebnis bereichern wollen, eine nahezu einzigartige Möglichkeit. Wo sonst in der Welt lassen sich gastfreundliche Kulturen und intakte Natur in solcher Vielfalt auf atemberaubenden Wegen - und immer bestens umsorgt - erkunden?

Ein Rennen für Bergläufer, Triathlon und Trailrun Läufer, Marathonisten, ambitionierte Nordic Walker, Wanderer sowie begeisterungsfähige Zuschauer, die an der Idee einer alpinen Hetzjagd zu zweit Gefallen finden.

Gewertet wird die Alpenüberquerung zu Fuß, wie auch in den Vorjahren, in vier verschiedenen Kategorien: Herren, Senior Master Man (zusammen über 100 Jahre alt), Mixed und Damen.

Bergläufer aus aller Welt werden in acht Tagen 295 Kilometer und 17.700 Höhenmeter in Zweierteams zu Fuß über die Alpen zurücklegen.

Die Strecke führt in acht Tagesetappen durch Deutschland, Österreich und Südtirol über die Alpen. Mit fünf Etappenorten liegt Südtirol wieder im Mittelpunkt der Alpenüberquerung. Es sind dies Prettau, Sand in Taufers, St. Vigil, Niederdorf und Sexten.

Die Etappen

Strecke gesamt: 295 km, Höhenmeter gesamt: 18.000 Meter.

  • 1. Etappe: Ruhpolding (GER) - St. Ulrich im Pillerseetal (AUT): 36,30 km - 1236 Höhenmeter
  • 2. Etappe: St. Ulrich im Pillerseetal (AUT) - Kitzbühel (AUT): 33 km - 1800 Höhenmeter
  • 3. Etappe: Kitzbühel (AUT) - Neukirchen am Großvenediger (AUT): 46,9 km - 2252 Höhenmeter
  • 4. Etappe: Neukirchen am Großvenediger (AUT) - Prettau (ITA): 43,90 km - 1967 Höhenmeter
  • 5. Etappe: Prettau (ITA) - Sand in Taufers (ITA): 30 km - 1500 Höhenmeter
  • 6. Etappe: Sand in Taufers (ITA) - St. Vigil (ITA): 40 km - 1512 Höhenmeter
  • 7. Etappe: St. Vigil (ITA) - Niederdorf (ITA): 31,50 km - 2383 Höhenmeter
  • 8. Etappe: Niederdorf (ITA) - Sexten (ITA): 33,88 km - 2120 Höhenmeter

Neben Prettau, Sand in Taufers, Niederdorf und Sexten kommt in diesem Jahr St. Vigil in Enneberg als neuer Etappenort hinzu, genauso wie Kitzbühel in Tirol.

Die Strecke führt von Ruhpolding nach St. Ulrich im Pillerseetal, weiter nach Kitzbühel und über Neukirchen am Großvenediger nach Prettau im Ahrntal, nach Sand in Taufers und St. Vigil um dann über Niederdorf im Pustertal in den Zielort Sexten zu führen. Der steilste Aufstieg wartet am 6. Tag: 1320 Höhenmeter auf einer Länge von nur 5,3 Kilometer. Der steilste Abstieg ist bereits auf der 3. Etappe zu bewältigen: 1240 Höhenmeter verteilt auf 9 Kilometer.

Die diesjährige Streckenführung wird den Läufern Alles abverlangen. Trotzdem ist, wie im vergangenen Jahr, die maximale Zahl an Teilnehmern am Start. Unter Ihnen die britischen Vorjahressieger Andy Symonds and Tom Owens, die 2009 in Rekordzeit gewannen, das Siegerteam der Mixed-Kategorie, Angela Mudge und Partner Ben Bardsley sowie die Vorjahrssiegerinnen bei den Damen, die Südtirolerinnen Irene Senfter und Petra Thaler.

1. Etappe: Ruhpolding (GER) – St. Ulrich im Pillerseetal (AUT): 36,30 km - 1236 Höhenmeter

Bei den Damen belegten die Südtiroler Bergläuferinnen den ersten und zweiten Platz. Das Team Sexten mit Elisabeth Egarter und Martina Pfeifhofer gewann in 3:47.58 Stunden vor dem Team Latsch mit Irene Senfter und Edeltraud Thaler (Rückstand 3.29 Minuten). Auf Rang drei kamen Gitti Schübel und Eva Übelhör aus Deutschland (+9.19 Min).

Bei den Herren wurden Patrick Costabiei und Markus Winkler (Team St.Vigil) Zwölfte. Die Enneberger legten die 36 km und 1200 Höhenmeter in 3:23.31 Stunden zurück. In der Kategorie Mixed kam Philipp Huber und Josefine Leitner vom Team Pfunders by Alpstation auf Rang acht (3:50.44). Bei den Senior Master belegten Peter Paul Steinhauser und Franz Josef Bergmeister (Team Ahrntal) mit einer Zeit von 3:55.46 Stunden den vierten Rang.

2. Etappe: St. Ulrich im Pillerseetal (AUT) – Kitzbühel (AUT): 33 km - 1800 Höhenmeter

Nach dem Start in St. Ulrich führt die Route steil auf den 1678 Meter hohen Kirchberg, bevor der lange Abstieg zur Pillersee Ache beginnt. Der zweite Anstieg des Tages führt zunächst auf den Reisenberg Kogel und dann, nach kurzem Zwischenabstieg, zum Alpenhaus am Kitzbüheler Horn, wo zum Finale ein zwar abwechslungsreicher, aber ziemlich langer Abstieg über 1000 Höhenmeter nach Kitzbühel wartet.

Bei den Damen wiederholten die Südtiroler Bergläuferinnen den Doppelsieg vom Samstag. Das Team Sexten mit Elisabeth Egarter und Martina Pfeifhofer gewann diesmal in 4:09.51,5 Stunden und distanzierte das zweitplatzierte Team Latsch mit Irene Senfter und Edeltraud Thaler um 10.5 Minuten. Auf Rang drei kamen Gitti Schübel und Eva Übelhör aus Deutschland (+9.19 Min). "Bergauf klappt es heuer sehr gut", erzählt Elisabeth Egarter, "und bergab läuft es besser als im vergangenen Jahr". Schmunzelnd meint Vorjahrssiegerin Irene Senfter: "Unsere Sextner Kolleginnen laufen uns heuer in Grund und Boden".

Bei den Herren wurden Patrick Costabiei und Markus Winkler (Team St.Vigil) erneut Zwölfte. In der Kategorie Mixed kamen Philipp Huber und Josefine Leitner vom Team Pfunders by Alpstation auf den ausgezeichneten sechsten Rang (3:53.41,7). Bei den Senior Master belegten Peter Paul Steinhauser und Franz Josef Bergmeister (Team Ahrntal) wie gestern den vierten Rang.

3. Etappe: Kitzbühel (AUT) – Neukirchen am Großvenediger (AUT): 46,9 km - 2252 Höhenmeter

Es ist eine der beiden Königsetappen. Schon der Auftakt über die berühmt-berüchtigte "Streif" zum Hahnenkamm wäre für sich genommen schon ein anspruchsvoller Berglauf.

4. Etappe: Neukirchen am Großvenediger (AUT) - Prettau (ITA): 43,90 km - 1967 Höhenmeter

Die Teilnehmer mussten über den höchsten Punkt des Zweier-Etappenlaufes über die Alpen, die 2667 Meter hohe Birnlücke. Die Sextnerinnen Elisabeth Egarter und Martina Pfeifhofer landeten dabei ihren vierten Sieg in vier Tagen. Egarter und Pfeifhofer benötigten für den vierten Streckenabschnitt 5:36.28,4 Stunden. Sie distanzierte das zweitplatzierte Team Mountain Heros mit Gitti Schiebel und Eva Übelhör aus Deutschland um 26.25 Minuten. Auf Rang drei kamen Stefanie Felgenhauer und Regina Lingl (Nordic Sports Women, +28.58).

"Wir sind froh, nach zwei langen, kräftezehrenden Etappen in Prettau angekommen zu sein", erzählt Martina Pfeifhofer. "Auf der Birnlücke lag Scnee und wir mussten zeitweise durch den Matsch laufen. Wir hoffen, dass das Wetter morgen nicht allzu schlecht wird, damit die Etappe nach Sand in Taufers plangemäß durchgeführt werden kann", so Pfeifhofer.

Bei den Herren kamen Patrick Costabiei und Markus Winkler aus St. Vigil als Achte (5:04.34 Stunden) erstmals unter die Top Ten. Ivan und Diego Tschaffert aus dem Gadertal wiederholten den gestrigen elften Rang. Der Sieg ging zum vierten Mal an die britischen Ausnahmekönner Andy Symonds und Tom Owens (4:14.22).

In der Kategorie Mixed wurden Philipp Huber und Josefine Leitner vom Team Pfunders by Alpstation zum zweiten Mal Fünfte (5:26.10). Bei den Senior Master büßten die Ahrntaler Peter Paul Steinhauser und Franz Josef Bergmeister fünf Ränge ein und wurden Achte.

5. Etappe: Prettau (ITA) - Sand in Taufers (ITA): 30 km - 1500 Höhenmeter

Immer mit Blick auf die Gipfelkette der Zillertaler Alpen im Norden führt die 5. Etappe in das Herz der Rieserfernergruppe im Süden des Ahrntals. Auch auf dieser Etappe stößt die Route in hochalpines Gelände vor und ist an landschaftlicher Schönheit kaum zu überbieten. Nach dem kurzen Abstieg zur Durra-Alm begeistert die lange Traverse an den Südhängen des Reintals mit perfektem Laufgelände. Als Abschluss der Etappe folgt der einzigartige Steig entlang der Reinbach Wasserfälle nach Sand in Taufers.

Heute mussten die Teilnehmer unter anderem über die 2537 Meter hohe Bretterscharte, den höchsten Punkt der ersten reinen Südtiroler Etappe.

Elisabeth Egarter und Martina Pfeifhofer erreichten nach 4:49.37 Stunden das Ziel in Sand in Taufers. Es war dies ihr fünfter Sieg in Folge. In der Gesamtwertung liegen die beiden Sextnerinnen drei Etappen vor Schluss mit 1:03 Stunden Vorsprung auf Gitti Schiebel und Eva Übelhör aus Deutschland, die heute mit zehn Minuten Rückstand erneut Zweite wurden, in Führung.

"Es war eine sehr schöne Etappe", sagt Elisabeth Egarter. "Allerdings verspüre ich starke Schmerzen an den Sehnen meiner Knie. Ich hoffe, dass eine gründliche Massage Abhilfe schaffen kann, damit ich morgen beim Start, um sieben Uhr früh, wieder fit bin".

Nach einem Tag Pause liefen heute auch Irene Senfter und Edeltraud Thaler wieder mit. Zwar überquerten sie als Erste das das Ziel, doch wurden sie nicht gewertet, weil sie außer Konkurrenz liefen. "Es war die bisher schönste Etappe", schwärmt Irene Senfter, der es nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden auf der dritten Etappe schon wieder besser geht. "Es war heute alles drin, was ein Läuferherz begehrt: Technische Passagen und hochalpines Gelände", so die Dreifachsiegerin aus Lana.

Bei den Herren kamen Patrick Costabiei und Markus Winkler aus St. Vigil als Zehnte (4:10.01Stunden) ins Ziel, zeitgleich mit Ivan und Diego Tschaffert aus dem Gadertal. Der Sieg ging zum fünften Mal an die Briten Andy Symonds und Tom Owens (3:38.45). Bei den Senior Master stiegen die Ahrntaler Peter Paul Steinhauser und Franz Josef Bergmeister bereits zum zweiten Mal auf das Podest. Mit einer Zeit von 4:33.44 wurden sie Zweite. In der Kategorie Mixed überquerten Philipp Huber und Josefine Leitner vom Team Pfunders by Alpstation als Sechste (4:38.17) das Ziel.

"Es war heute perfekt", sagt Peter Paul Steinhauser, Jahrgang 1953, "Mein Kollege hatte endlich keine Beinschmerzen. Wenn das immer so wäre, dann könnten wir in der Gesamtwertung sehr weit vorne landen".

6. Etappe: Sand in Taufers (ITA) - St. Vigil (ITA): 40 km - 1512 Höhenmeter

Bis zum Ziel zieht sich die Route zunächst entlang der Ostseite des Tauferer Tals bis nach Bruneck. Nach Überquerung der Rienz folgt der endlos scheinende Anstieg auf den Kronplatz, der erst im Gipfelbereich die Aussicht auf die Dolomiten im Süden freigibt. Der finale Downhill nach St. Vigil wirkt dagegen wie eine Erlösung.