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Kornplatz

Kornplatz in Bozen Ein enger Durchgang verbindet die Laubengasse mit dem Kornplatz, wo früher der Korn- und Getreidemarkt abgehalten wurde.

Es handelt sich dabei um den ältesten Teil der bischöflichen Stadt. Hier standen einst die von Mainhard II. von Tirol im Jahre 1277 zerstörte Burg der Fürstbischöfe von Trient und die im Jahre 1785 teilweise abgerissene Kirche des Hl. Andreas.


Waaghaus

Das Waaghaus (1634), welches bis 1780 Sitz der öffentlichen Waage war, steht am nördlichen Teil des Platzes. Das Gebäude im ursprünglich romanischen Baustil (13. Jahrhundert) wurde im 17. und 18. Jahrhundert umgebaut und war bis 1780 Sitz der öffentlichen Waage, der sog. Fronwaage. Sie ist auf einem Fresko von Albert Stolz abgebildet, das auf dem Schwibbogen über der kleinen Verbindungsgasse zwischen Lauben und Kornplatz angebracht ist.

Das wichtige, vor allem aber gewinnbringende Amt der Getreideaufsicht wurde um 1342 von den Grafen von Tirol an die Bozner Familie der Vintler und später (1580) an die Herren von Wolkenstein verliehen, die es bis 1633 innehatten.

Von der ursprünglich romanischen Anlage des Hauses ist an der östlichen Außenmauer regelmäßig abgeglichenes Mauerwerk erhalten geblieben.

Das Waaghaus wurde 2009 von der Stadt Bozen an die Stiftung Südtiroler Sparkasse verkauft, welche auch für dessen Restaurierung sorgen wird. In einem Einvernehmensprotokoll wurde festgehalten, dass die Liegenschaft vom 1. bis zum 3. Stock und im 2. Untergeschoss für kulturelle Zwecke genutzt werden muss, beispielsweise für die Unterbringung von Künstler-Ateliers. Im Einvernehmensprotokoll sind alle Details festgehalten, wie z.B. dass das Kulturprojekt von allgemeinem Interesse sein und auf die Erfordernisse der Stadt Bozen zugeschnitten sein muss.

Waaghaus, Zeichnung Waaghaus Waaghaus in Richtung Lauben

Die Marktglocke

Entlang der Bozner Laubengasse vom Rathausplatz Richtung Obstmarkt, an der Kreuzung zum Kornplatz, sieht man, wenn sich der Blick auf die Dächer zur linken Seite richtet, einen kleinen Turm, genau in der Mitte des Merkantilgebäudes (1708 - 1732). In diesem Turm befindet sich die "Marktglocke" von Thomas Zwelfer. Sie wurde im Jahre 1690 in Bozen gegossen.

Die Marktglocke wurde zu Beginn und auch am Ende der vier Messen geläutet, welche unter den Lauben abgehalten wurden (bis 1851): Mittfasten, Fronleichnam (60 Tage nach Ostern), St. Bartholomäus (24. August), St. Andreas (30. November).