Klavierwettbewerb und Festival "Ferruccio Busoni"
Seit 1949 hat Bozen zahlreiche junge Pianisten aus der ganzen Welt angelockt. Ein Kulturgut zeigt sich immer deutlicher als globaler Wert, den sich Klavierschulen aus den verschiedensten Teilen der Welt zu Eigen machen und durch interessante Ansätze bereichern.
Ein großer Klavierwettbewerb, wie es der Busoni einer ist, wird zu einem Ort der Begegnung verschiedener Tendenzen und Kulturen, die oft gegensätzlicher nicht sein könnten.
Ferruccio Busoni glaubte an die persönliche Kreativität des Künstlers und von einem Pianisten forderte er einen besondere Intelligenz, aber auch Gefühl, Fantasie, Temperament, Poesie und schlussendlich eine persönliche Anziehungskraft.
Vom 24. August bis 2. September 2011
Im Rahmen des Bolzano Festival Bozen findet im Konservatorium C. Monteverdi auf dem Dominikanerplatz in Bozen der Klavierwettbewerb und Festival "Ferruccio Busoni" statt.
Seit einigen Jahren hat der Wettbewerb eine biennale Veranstaltungsform: in ersten Jahr finden die Vorauswahlen und das zum Wettbewerb gehörende Klavierfestival statt, im Folgejahr die Finalrunden. Dieses Jahr erfolgt die Finalrunde.
Am Ende einer intensiven zehntägigen Auswahlphase, in deren Verlauf nicht weniger als 112 junge PianistInnen aus aller Welt sich dem Urteil der Juroren der Vorauswahlen zum 58. Internationalen Klavierwettbewerb F. Busoni stellten, hat die Jury bestehend aus Präsident Gary Graffman (USA), Nicolas Hodges (UK), Roberto Cominati (Italien), Li Jian (China), Boris Bloch (Deutschland), Dajin Kim (Südkorea) und Jiri Hlinka (Norwegen) die 24 KandidatInnen bestimmt, die zum Finale 2011 zugelassen werden.
Die Finalrunde wird zwischen dem 24. August und dem 2. September 2011 stattfinden. Den GewinnerInnen winken Preisgelder in einer Gesamthöhe von 60.000 Euro, internationale Tourneemöglichkeiten und eine langfristige Zusammenarbeit mit der Stiftung Internationaler Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni.
Russland, Korea, Kroatien, USA, Frankreich, Italien, China, Kuba und die Ukraine - aus neun Ländern kommen die 24 Finalisten der 58. Ausgabe des Internationalen Klavierwettbewerbs Ferruccio Busoni, die sich bei den Vorauswahlen im vergangenen Jahr für die Finalrunde qualifizieren konnten. Es werden zusätzlich drei Finalisten zugelassen, die einen 1. oder 2. Preis bei bestimmten Klavierwettbewerben gewonnen haben.
Die Jury steht unter dem Vorsitz der großen Pianistin Martha Argerich. Gemeinsam mit Lilya Zilberstein eröffnet sie die Finalphase mit einem Sonderkonzert am 23. August im Konzerthaus.
Der Wettbewerb bietet auch einen mit Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik durch eigens bei Komponisten in Auftrag gegebene zeitgenössische Klavieretüden.
Beim ersten Finaldurchgang mit Orchester am 30. und 31. August steht die Beschäftigung mit den Werken von Franz Liszt im Mittelpunkt, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Höhepunkt ist das Finale am 2. September.
Wieder besteht die Möglichkeit, alle Phasen des Wettbewerbs live als Videostream unter www.concorsobusoni.it zu verfolgen.
