Klavierwettbewerb und Festival "Ferruccio Busoni"
Seit 1949 hat Bozen zahlreiche junge Pianisten aus der ganzen Welt angelockt. Ein Kulturgut zeigt sich immer deutlicher als globaler Wert, den sich Klavierschulen aus den verschiedensten Teilen der Welt zu Eigen machen und durch interessante Ansätze bereichern.
Ein großer Klavierwettbewerb, wie es der Busoni einer ist, wird zu einem Ort der Begegnung verschiedener Tendenzen und Kulturen, die oft gegensätzlicher nicht sein könnten.
Ferruccio Busoni glaubte an die persönliche Kreativität des Künstlers und von einem Pianisten forderte er einen besondere Intelligenz, aber auch Gefühl, Fantasie, Temperament, Poesie und schlussendlich eine persönliche Anziehungskraft.
Vom 20. bis 29. August 2010
Im Rahmen des Bolzano Festival Bozen findet im Konservatorium C. Monteverdi auf dem Dominikanerplatz in Bozen der Klavierwettbewerb und Festival "Ferruccio Busoni" statt.
Seit einigen Jahren hat der Wettbewerb eine biennale Veranstaltungsform: in ersten Jahr finden die Vorauswahlen und das zum Wettbewerb gehörende Klavierfestival statt, im Folgejahr die Finalrunden. Dieses Jahr erfolgt wieder der Auftakt zu einem neuen Biennium.
Maximal 150 junge Pianisten werden nach Bozen kommen, um sich der Jury unter dem Vorsitz von Gary Graffman zu stellen.
Parallel findet das Internationale Klavierfestival "F. Busoni" statt, es konzertieren neben herausragenden Busoni-Preisträgern wie Garrick Ohlsson, Alexander Kobrin, Alexander Romanovsky und Anna Kravtchenko auch Preisträger anderer renommierter Klavierwettbewerbe, unter ihnen Sofya Gulyak und Jinsang Lee.
Weitere Höhepunkte des Festivals sind die Klavierabende mit Igor Pogorelich und Grigory Sokolov sowie die Aufführungen von Raritäten von Franz Liszt, wie dessen h-moll Sonate in der Fassung für großes Orchester.
Mit zwei öffentlichen Workshops betont die Stiftung ihr Engagement auch als Wissensvermittler: Nicolas Hodges wird sein Projekt zur zeitgenössischen Etüde vorstellen; Alfred Brendel wird die drei Vorjahrespreisträger Michail Lifits, Alexander Lebedev und Gesualdo Coggi in seine hohe Kunst des Klavierspiels und der geistig durchdrungenen Interpretation einführen.
