Galerie foto-forum

Die Galerie foto-forum befindet sich in der Weggenstein Straße 3F in Bozen.

Der Verein "foto-forum / Südtiroler Gesellschaft für Photographie" führt die Galerie foto-forum, die jedes Jahr sieben Hauptausstellungen präsentiert. Die Ausstellungen zeigen sowohl historische Fotografie als auch aktuelle Fotografen und Fotokünstler, die deutlich machen, wie sich das Medium in Inhalt und Form stets verändert.

Der Verein ist Herausgeber von zwei bis drei Publikationen jährlich, bietet Vorträge zu den einzelnen Ausstellungen an und gibt der Präsentation von Fotobüchern den richtigen Rahmen.

Roberta Segata "We are here"

Vom 29. Januar bis 22. Februar 2020

Opening: 28. Januar 2020, 7pm

Das fotografische Projekt von Roberta Segata widmet sich dem Sturm Vaia vom 29. Oktober 2018 und seinen Folgen für die Magnifica Comunità di Fiemme und einem Großteil der östlichen Alpen.

An diesem Tag veränderte sich das Gesicht unserer Wälder, die von einem Wind mit einer Geschwindigkeit von fast 200 km/h niedergerissen wurden. Alles wurde auf den Kopf gestellt: die Landschaft und das Leben der Bewohner. "We are here" ist eine Nicht-Darstellung dessen, was passiert ist. Gedanken schweben: Was ist natürlich und was nicht? Wie führt der Mensch vor und nach dem Irreparablen einen Dialog mit der Natur? Was bedeutet es, eine Auszeit zu nehmen, in der man versteht und sich zurechtfindet – während überall aggressives Geschrei nach einer schnellen Lösung zu hören ist? Es ist das Warten, das wir gelebt haben und das wir immer noch erleben.

Ein Jahr nach dem Sturm liegen noch viele Bäume flach, obwohl die Gemeinden bestrebt sind, eine auf Holz basierende Wirtschaft zu schützen: Das Ausmaß des Ereignisses übersteigt alle Möglichkeiten, sie rechtzeitig zu entfernen, bevor die Natur sie zersetzt.

Aber das Leben im Halbschatten des Waldes organisiert sich von selbst neu und die menschliche Unmöglichkeit, die Katastrophe aufzuräumen, wird zu einer Chance. Und so ist es auch für die Gemeinden: Der gefallene Wald bietet eine dramatische Gelegenheit, die Beziehung des Menschen zur Natur, zur Bergwirtschaft, zur Zukunft und zur Vergangenheit zu überdenken.

Er zwingt uns, uns mit unseren Nachbarn zu konfrontieren. Es erinnert uns daran, dass territoriale Grenzen oft politisch und keineswegs natürlich sind. Sie sind ein Vermächtnis von Menschen, die lange vor unserer Zeit bestimmte Entscheidungen getroffen haben, was uns mit der Verantwortung für diejenigen sattelt, die nach unserem Handlungen und Entscheidungen kommen werden und ernten werden, was wir gesät haben.